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StartUp – Paradies oder Hölle für die Gesundheit?

StartUp Office Paradies oder Hölle

Im Brandeins-Beitrag „Paradies oder Hölle“ Ausgabe August/2016 werden Jimdo, Delivery Hero und andere Startups unter die Lupe genommen und die Attraktivität des Arbeitsplatzes genauer beleuchtet. Auffallend sind die unterschiedlichen Organisationen und Hierarchien, welche Startups zu einer hippen Wohngemeinschaft von Freunden macht und eine einmalige familienähnliche Zusammengehörigkeit entstehen lässt oder das komplette Gegenteil ist der Fall. Junge Menschen von heute wollen Freiheit, Unabhängigkeit und mitbestimmen können ein Unternehmen zu entwickeln. Damit ist das Startup die ideale Bühle für die Selbstverwirklichung. Die meist bunten und kreativ eingerichteten Unternehmen sind anders – keineswegs steril und voll organisiert. Manchmal klappt es manchmal nicht. Startups legen mehr wert auf die Kreativität als aufs effektive Wohlbefinden im Grossraumbüro. Genau hier sollten sich Startups vermehrt Zeit nehmen und auch mal auf den eigenen Körper und die Umwelt achten. Nach dem Prinzip Learning by doing sollte sich ein Startup von der WG-Athmosphäre hin zu einem gesunden Unternehmen entwickeln. Speziell die langen Arbeitszeiten sorgen früh für körperliche Beschwerden. Es wäre also ratsam die Büroräumlichkeiten unter die Lupe zu nehmen und genauer zu beleuchten.

Wenn der Kickertisch mitten im Büro steht und alle ablenkt

Lärm ist ein nicht zu unterschätzender Erfolgskiller und Gesundheitszerstörer. Dabei fällt dieser einfach nicht so krass auf. Das Resultat sind fette Kopfhörer auf jedem Kopf und jeder tut was ihm/ihr beliebt. Das muss nicht schlecht sein. Dennoch sollte ein Startup darauf achten gewisse Raumtrennungen bspw. durch Pflanzen oder Akustikelemente vorzunehmen um das Wohlbefinden im Büro erträglicher zu gestalten. Speziell wenn es etwas hitziger am Kickertisch zu und her geht gibt es bestimmt jemand der konzentriert arbeiten möchte.

StartUp Office Paradies oder Hölle

Nutzen von Feelgood-Managern 🙂

Ich möchte mich hier nicht lächerlich machen über Feelgood-Manager – bis heute wusste ich nicht, dass es diese Jobbezeichnung überhaupt gibt. Die Feelgood-Manager haben aus meiner Sicht eine zentrale Rolle für Startups – wenn diese dann wirklich existieren. Nicht nur das mentale Wohlbefinden ist wichtig, sondern auch das körperliche. Feelgood-Manager sollten also unbedingt den Fokus auf gesunde Arbeitsplätze legen. Einfach eine Früchteschale hinzustellen reicht noch lange nicht aus. Interne Schulungen durch Experten könnten jedem Startup helfen noch produktiver zu werden und Ziele schneller zu erreichen. Die optimale Körperhaltung beispielsweise ist in Startups oft bedürftig. Es macht den Eindruck je krummer desto hippster. Dabei verschenkt man mit einer fehlerhaften Körperhaltung so viel Energie.

Fazit

Startups haben ihren Reiz. Doch bitte vergesst euren Körper nicht. Besonders wenn ihr regelmässig 80 Stunden die Woche und mehr arbeitet. Euer Körper hält das auf die Dauer unter ungenügenden Rahmenbedingungen nicht lange aus. Ihr wollt ja auch noch in Jahren Spass an der Arbeit haben und euren Workplace als Hippster-WG behalten – vielleicht mit ein paar Upgrades aus der Wohlfühlbüro-Abteilung.

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